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Migräne und Cannabis: Eine wirksame Kombination?

Migräne und Cannabis - Eine wirksame Kombination
  • Es gibt verschiedene Formen mit unterschiedlichen Symptomen – von Migräne mit Aura bis hin zu seltenen Sonderformen wie hemiplegischer oder okulärer Migräne.
  • Medizinisches Cannabis könnte helfen, Migräneschmerzen zu lindern, Entzündungen zu hemmen und Stress als Triggerfaktor zu reduzieren.
  • Studien zeigen vielversprechende Effekte, aber auch Risiken – eine individuelle ärztliche Beratung ist entscheidend.

Migräne ist weit mehr als nur ein normaler Kopfschmerz. Betroffene leiden oft unter starken, einseitigen Schmerzen, Übelkeit sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Manche erleben zusätzlich neurologische Symptome wie Sehstörungen oder Taubheitsgefühle – besonders bei Migräne mit Aura. Konventionelle Medikamente helfen dabei nicht immer oder haben Nebenwirkungen, weshalb viele nach alternativen Behandlungsmethoden suchen.

In den letzten Jahren rückt medizinisches Cannabis als mögliche Behandlungsmethode bei Migräne immer mehr in den Fokus. Aber hilft Cannabis wirklich gegen Migräne? Wir klären auf!


Welche Arten von Migräne gibt es?

Zuerst einmal sei gesagt, dass Migräne nicht gleich Migräne ist. Es gibt verschiedene Formen, die sich in Symptomen und Auslösern individuell unterscheiden. Die zwei häufigsten sind:

  • Migräne ohne Aura (einfache Migräne): Betroffene haben starke, pulsierende Kopfschmerzen, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Licht- oder Lärmempfindlichkeit.
  • Migräne mit Aura (klassische Migräne): Zusätzlich zu den Kopfschmerzen treten vorab neurologische Symptome auf, wie z. B. Sehstörungen oder ein Kribbeln in Armen und Beinen.

Daneben gibt es noch weitere Sonderformen:

  • Okulare Migräne: Verursacht Sehstörungen wie Flimmern, Lichtblitze oder vorübergehenden Sehverlust – aber oft ohne Kopfschmerzen.
  • Menstruelle Migräne: Hängt mit dem weiblichen Zyklus zusammen und tritt meist kurz vor oder während der Periode auf.
  • Abdominelle Migräne: Häufig bei Kindern, mit wiederkehrenden Bauchschmerzen und Übelkeit statt typischer Kopfschmerzen.
  • Hemiplegische Migräne: Eine seltene Form, die vorübergehende Lähmungen auf einer Körperseite verursachen kann.
  • Migräne mit Hirnstammaura: Geht mit Schwindel, Sprachstörungen oder Sehstörungen einher und betrifft das Nervensystem im Hirnstamm.

Wie wirkt Cannabis im Körper und bei Migräne?

Cannabis enthält Wirkstoffe wie THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol), die mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System interagieren. Dieses System spielt eine wichtige Rolle bei der Schmerzregulation, Entzündungshemmung und Stressbewältigung. Forschungen zeigen, dass Migränepatient:innen oft veränderte Endocannabinoid-Spiegel haben, was auf eine mögliche Verbindung zwischen Migräne und dem Endocannabinoid-System hinweist.

Mögliche Wirkmechanismen von Cannabis bei Migräne sind:

  • Schmerzlinderung: THC und CBD binden an Rezeptoren im Gehirn und Nervensystem, wodurch die Schmerzempfindlichkeit gesenkt werden kann.
  • Entzündungshemmung: Cannabis kann entzündungsfördernde Prozesse hemmen, die bei Migräne eine Rolle spielen.
  • Muskelentspannung: Viele Betroffene haben verspannte Nacken- und Schultermuskeln während einer Migräneattacke – Cannabis kann hier entspannend wirken.
  • Stressreduktion: Stress ist ein häufiger Trigger für Migräne. Cannabis kann helfen, Stress und Anspannung zu reduzieren und ein besseres Wohlbefinden fördern.

Studien: Was sagt die Wissenschaft?

Mehrere Untersuchungen deuten darauf hin, dass Cannabis Migräneanfälle lindern und deren Häufigkeit verringern kann. Eine Studie zeigte, dass Patient:innen, die medizinisches Cannabis inhalierten, eine signifikante Reduktion der Schmerzintensität und der Dauer von Migräneanfällen erlebten. In einer anderen Untersuchung berichteten über 85 % der Teilnehmenden von einer Verringerung der Migräneattacken, besonders durch die Inhalation von Cannabis. Eine andere Analyse von Patientendaten ergab, dass Cannabis Migränebeschwerden um bis zu 50 % reduzieren kann. Besonders Cannabis-Konzentrate erwiesen sich als effektiv.

Genauere Informationen zur aktuellen Studienlage gibt es hier.


Fazit: Eine Alternative mit Potenzial und Grenzen

Cannabis könnte eine natürliche Alternative für Migränepatient:innen sein, vor allem wenn herkömmliche Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg bringen. Studien zeigen positive Effekte, aber es gibt auch Risiken und individuelle Unterschiede in der Wirkung. Wer medizinisches Cannabis als Therapie in Betracht zieht, sollte dies mit einem Arzt bzw. einer Ärztin besprechen, um eine sichere und effektive Anwendung zu gewährleisten.

Disclaimer: Dieser Blogbeitrag dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Die hier bereitgestellten Inhalte sind nicht dazu gedacht, den Konsum von Cannabis zu fördern oder zu bewerben. Medizinisches Cannabis sollte nur nach ärztlicher Verordnung und unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen verwendet werden. Bei Fragen oder gesundheitlichen Beschwerden sollte sich bitte immer an eine medizinische Fachkraft gewendet werden.

Autor: Lisa Marie
Lisa-Marie Autor Grünhorn Cannabis Apotheke
Lisa studiert Germanistik mit dem Schwerpunkt Literaturwissenschaft und unterstützt seit 2024 die Grünhorn Gruppe. Ihre Schwerpunktthemen sind Recherche und Verfassen von Fachbeiträgen rund um das Thema Medizinalcannabis.